Persönlichkeit

Die Macht des Namens

27. Januar 2016
Bist du „zufrieden“ mit deinem Namen?

Viele Menschen sind mit ihrem Namen (egal ob Vor- oder Nachnamen) unglücklich. Sei es, weil sie als Kinder deswegen gehänselt wurden, oder sie einfach selbst eine innere Abneigung gegen ihren Geburtsnamen und die Umstände ihrer Kinder- und Jugendzeit entwickelt haben. Einige erwarten dann sehnlichst, bei der Eheschließung den Namen des Partners annehmen zu dürfen, und wissen nicht, dass sie mit dem Namen auch dessen Familien-Karma übernehmen. Und wieder andere geben sich Künstler- und Spitznamen, oder möchten (besonders im esoterischen Bereich) nur noch mit ihrem kosmischen Namen angesprochen werden.

Häufig wird der Name als etwas Schlechtes empfunden, in dem Glauben, dass wir ein „Opfer“ dieser Namensgebung sind. Dass wir dafür nichts können, schließlich haben wir ja diesen Namen von den Eltern erhalten.

Dieser Glaube ist aus geistiger Sicht ein Trugschluss und hindert uns daran, unser Mensch-Sein ganz zu akzeptieren und unsere vollen Potentiale zu leben.

Wir haben uns bei unserer Inkarnation neben den familiären Umständen auch unseren Namen ausgesucht. Also nicht unsere Eltern, sondern WIR SELBST haben uns diesen Namen gegeben. Nicht ohne Grund.

Der Name hat bestimmte Energiefrequenzen und Schwingungen, die unser Sein in diesem Leben repräsentieren und er passt am besten zu den Erfahrungen, die wir in diesem Leben machen möchten. Immer, wenn ich einen Teil meines Namens ablehne, lehne ich einen Teil von mir selbst ab. Dies gilt im Weiteren auch für ALLE Vornamen.

Wenn ich mit meinem Namen hadere, kann ich mich jeden Tag aufs Neue selbst ablehnen, oder ich kann nachspüren, warum dies so ist.

Ich habe mich vor allem in meiner Jugendzeit nicht wirklich mit meinem Nachnamen anfreunden können und wollte unbedingt anders heißen, v.a. aus Angst vor meiner eigenen Individualität. Heute empfinde ich dies nicht mehr. Mein Nachname ist gut einprägsam und steht als Pflanze für ein Heilkraut. Somit ist er auch jetzt (speziell meinem erlernten Beruf entsprechend) sehr passend, da ich weiß, dass ich auch unter dem Namen Katharina in vielen vergangenen Leben heilerisch tätig war.

Unser Name erinnert uns daran, wer wir wahrhaft sind. Er erinnert uns auch an Dinge, die wir nicht sehen möchten. Manchmal begegnen mir Menschen, die sind so weich und sanft, haben aber einen sehr kantigen Vornamen, der übersetzt für etwas Kämpferisches steht. Sie verteufeln den Geburtsnamen und lehnen ihre kriegerische Seite komplett ab (die übrigens in JEDEM von uns vorhanden ist -wir alle waren bereits Opfer UND Täter). Hier zeigt sich dann ein weiterer unerlöster Aspekt, der in diesem Leben bearbeitet werden möchte.

Ich erlebe es häufig, dass bei anderen eine gewisse „Faulheit“ und auch Gewohnheit besteht, den eigenen Namen, wenn er etwas länger ist, voll auszusprechen. Der Drang, Namen durch Spitznamen abzukürzen, bleibt noch über die Jugendzeit hinaus bestehen. Wir haben bei unserer Tochter stets großen Wert daraufgelegt, dass ihr Name VOLL ausgesprochen wird und ich merke immer mehr, dass ich zu Menschen, die mich mit meinem vollen Namen kennen und anreden, eine andere Kommunikation aufbauen kann.

Namen haben Macht. Nicht umsonst ist ein Großteil der  Fantasy-Literatur mit Geschichten angereichert, in denen Schwarzmagier die volle Kontrolle über Menschen gewinnen konnten, wenn sie deren Seelennamen wussten. Und gleichzeitig erlangen viele Protagonisten, wie in Eragon, erst ihre vollen Fähigkeiten, wenn sie ihren wahren Namen gefunden haben.

Unsere Namen verkörpern unser Selbst. Sie sind Wegbereiter und Wegbegleiter unseres irdischen Lebens. Und es liegt an uns, sich mit dieser Gegebenheit auseinanderzusetzen und ihnen eine zunehmende Beachtung zu schenken.

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2 Kommentare

  • Reply Bianca Röhrig 5. Oktober 2016 at Mittwoch, 5. Oktober 2016

    Sehr schön, danke Katharina. Es stimmt voll und ganz, mir ging und geht es ähnlich.

    • Reply Katharina 6. Oktober 2016 at Donnerstag, 6. Oktober 2016

      Liebe Bianca, vielen Dank für dein Feedback. Ich konnte mich als Kind komischerweise weder mit meinem Vor-, noch Nachnamen wirklich anfreunden. Heute liebe ich sie, und seitdem geht es auf allen Ebenen vorwärts. :-)

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